Heraus zum internationalen Frauen*kampftag 2021

Der 8. März ist für viele ein wichtiger Aktionstag, der uns Mut und Kraft gibt, um unseren Kämpfen, unseren Ängsten, besonders auch um unserem Zusammenhalt Ausdruck zu verleihen.
Seit Jahrzehnten streiten wir für die immer gleichen Themen sei es Gleichberechtigung, Abtreibung oder Doppelbelastung durch Haus- und Lohnarbeit. Doch es gibt auch Erfolge: die Argentinische Frauen*bewegung hat die Legalisierung von Abtreibungen erreicht, Menstruationsartikel werden mit 7% besteuert, das Gendern der Sprache ist in aller Munde.
Lasst uns an diesen Erfolgen auch diess Jahr anknüpfen.
Corona hat viele der Probleme noch einmal gebündelt und verschärft, ähnlich einer Lupe das Sonnenlicht. Genau wie das Feuer das durch die Bündelung des Sonnenlichts entfacht wird, muss auch unser Feuer der Wut und des Frustes brennen. Es sind verschiedenste Themen, die uns bewegen und uns motivieren uns politisch einzusetzen und jedes dieser Themen ist wichtig, denn nur gemeinsam sind wir stark. Unsere Kämpfe dürfen nicht vereinzelt werden, sondern wir müssen im Austausch bleiben, uns gegenseitig stärken und füreinander einstehen.
Es gibt zahlreiche Gründe warum dieser Tag und die Demo wichtig sind, welcher für euch der wichtigste ist, das wisst nur ihr.
Doch Häusliche Gewalt, Feminizide, Kinderpornografie, Sexismus, Pflegenotstand, Doppelbelastung mit Care- und Lohnarbeit, Rassismus, Klassismus, Nationalismus,Antifeminismus, Diskriminierung von Queeren Personen und das kapialistische System sind Tatsachen die uns nach wie vor nicht als gleichbereichtigte Menschen leben lassen.

Dieses Jahr hat deutlich gezeigt, dass es Veränderungen braucht. Lasst uns diese Chance nutzen und Mitten in dieser Zeit ein lautes, kraftvolles und starkes Signal setzten!
Wir lassen uns nicht in die genormten Formen des Patriachats mit seinen unterdrückten Rollenbildern zwängen, wir sind Frauen, Lesben, Trans, Inter und Nonbinäre Menschen: Wir sind mehr als die Hälfte der Gesellschaft!

Also Arsch hoch und raus auf die Straße am 8.März 2021 um 17 Uhr am Stühlinger Kirchplatz.

Um auch unter Coronabedingungen auf die Straße gehen zu können wird es ein Block- System geben, das immer nur einige Leute umfasst. Außerdem besteht die Pflicht zum Tragen eines MNS. Diese Maßnahmen sollen daszu beitragen das eine Infektionsgefahr so gering wie möglich gehalten wird und bei einer Infektion eine Infektionskette leichter nachzuverfolgen werden kann.

Diese Welt muss unser sein!

Heraus zum internationalen Frauen*kampftag 2020

Der 8. März steht in der langen Tradition im Widerstand gegen das Patriarchat und das kapitalistische System. Heute wie damals müssen wir für unser Recht auf (körperliche) Selbstbestimmung und Unversehrtheit kämpfen. Wir führen die Auseinandersetzungen der Frauen* vor uns weiter und bauen auf dem auf, was sie bereits für uns erstritten haben.
Dabei sehen wir uns als Teil einer weltweiten Bewegung und solidarisieren uns mit vielen anderen Bewegungen – denn ihre Kämpfe müssen auch unsere Kämpfe sein!
Ohne einen bewohnbaren Planeten braucht es auch keinen Feminismus mehr.
Krieg, Gewalt und Zerstörung betreffen Frauen* am Stärksten.
Die Angriffe auf queere Menschen haben wieder zugenommen.
Das Erstarken der Rechten heißt immer auch ein Verlust unsrer aller Rechte.
Wir sind Viele, mit verschiedenen Themen, unterschiedlichen Diskriminierungserfahrungen aber einem gemeinsamen Kampf.

Wir lassen uns nicht von rassistischer Stimmungsmache spalten! Wir lassen uns nicht zum Instrument von Rechten machen, die versuchen ihre menschenverachtenden Werte wieder salonfähig zu machen und das vorgeblich im Namen der Frauenrechte.
Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen, denn Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus haben in unserer feministischen Utopie keinen Platz!
Wir schließen uns dem Aufruf der kurdischen Frauen*bewegung an: Lasst uns das 21. Jahrhundert zu einem Jahrhundert der Geschlechterbefreiung und grundlegenden gesellschaftlichen Veränderung machen.

Wo viel Mist ist, kann auch viel verändert werden – in diesem Sinne wisst ihr doch warum ihr am 8.März auf die Straße sollt und wenn nicht, fragt mal eure Freundinnen, Schwestern, Mütter, Großmütter oder eure Sitznachbarin in der Bahn.
Und damit die nächsten Generationen nicht wegen der selben Missstände auf die Straße gehen müssen – lasst uns gemeinsam Alternativen schaffen. Geht mit uns am 8. März auf die Straße und lasst uns eine solidarische Alternative zu den herrschenden patriarchalen und kapitalistischen Strukturen erstreiten. Denn es trifft einige, aber gemeint sind wir alle.
Gemeinsam sind wir stark, wütend und nicht aufzuhalten!

Unser Aufruf als Hörversion

Audioversion

Es geht los für 2019!

Liebe Leute,
es geht wieder los – der 8. März steht in einem Monat vor der Tür und die Mobilisierungen laufen auf Hochtouren.
Wie im letzten Jahr gibt es wieder eine große Demonstration, ein inhaltliches Rahmenprogramm – und in diesem Jahr wird zusätzlich gestreikt.
Habt ihr Fragen, oder wollt euch beteiligen?
Dann schreibt an feministische-linke@riseup.net

Seid gespannt!

Laute und starke Demonstration zum 8. März in Freiburg

Heute, am 8. März 2018, zog eine kämpferische Demonstration zum Frauen*kampftag mit 800 Teilnehmenden vom Platz der Alten Synagoge durch die Innenstadt bis zur Johanneskirche. Die Veranstaltung wurde komplett von FLTI* (Frauen, Lesben, Trans- und Inter-) Personen organisiert, doch waren auf der heutigen Demonstration alle Menschen eingeladen sich zu solidarisieren. Viel Unterstützung kam auch aus den teilnehmenden Gruppen (Feministische Linke, Kurdischer Frauenrat/ Nuda Mecl î sa Jinan a Freiburg‘ê, Anarchistische Gruppe, DIE LINKE, dielinke.SDS, ALFR (iL), Gender Referat der Studierendenvertretung).

Die friedliche Demonstration wurde von Außenstehenden meist unterstützt, auch wenn es in Einzelfällen zu Pöbeleien kam. Auf diese waren die Veranstalterinnen* jedoch vorbereitet und konnten schnell reagieren, sodass es zu keinen Eskalationen kam.

Obwohl seitens der Polizei zugesichert wurde, dass die Demonstration nicht gefilmt oder fotografiert wird, ist dies dennoch geschehen. Vermutlich hängt dies mit der großen Beteiligung kurdischer Gruppen zusammen, welche verstärkt Repressionen ausgesetzt sind. Luca Catier, Pressesprecherin* des Bündnisses, empörte sich: „Es ist ein Skandal, dass der kurdische Protest in diesem Ausmaß illegalisiert und verfolgt wird“.

Dennoch zeigte sich das Frauen*kampftags-Bündnis kämpferisch und eröffnete die Veranstaltung mit den thematischen Schwerpunkten: sexuelle Gewalt (#metoo), Pflegearbeit (Streik am Uniklinikum), Antifeminismus (Einzug der AfD in den Bundestag) und Bezügen zu aktuellen Rechtssprechungen (3. Geschlecht, Paragraph 218/19, Ehe für alle. Die Veranstalterinnen* bekräftigten bereits im Vorfeld der Demonstration: „Die Gesellschaft, die wir wollen, ist ohne feministische und antikapitalistische Kämpfe nicht zu haben.“ (http://8maerzfreiburg.blogsport.de/aufruf/). Genau diese Kämpfe und deren Strahlkraft wurden auf der heutigen Demonstration sichtbar.

Außerdem hielten die organisierenden Gruppen Reden mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Den Anfang machten dielinke.SDS und DIE LINKE, die sich mit dem Kampf der Pflegekräfte für bessere Arbeitsbedingungen solidarisierten und sich für die Aufwertung von pflegenden und sorgenden Tätigkeiten stark machten, „denn Care-Arbeit ist Grundstein für gesellschaftliches Zusammenleben“.

Die Antifaschistische Linke Freiburg, Teil der Interventionistischen Linken, legte besonderen Wert auf die Verknüpfung von Lebensrealitäten mit strukturellen Problemen: „Eine Befreiung der Frau im Kapitalismus kann es nicht geben, deshalb muss Feminist*in sein, heißen, Kapitalismus zu bekämpfen!“.

Zusätzlich zu den systematischen Strukturen stellte das Genderreferat noch einmal fest, dass Sexismus für alle Frauen* Realität ist: „Sexismus darf nicht normal sein! Wir müssen den Leuten auf die Füße treten, damit sich etwas ändert.“

Die Anarchistische Gruppe Freiburg wies in ihrem Redebeitrag auf den am 8.3. in Spanien stattfindenden feministischen Generalstreik hin und betonte: „Eine basisgewerkschaftliche und feministische Organisierung ist eine Chance für ein Leben in Würde zu kämpfen. Bestreikt das Patriarchat!“

Dass Frauen*befreiung nur internationalistisch gedacht werden kann, bekräftigte der kurdische Frauenrat: „Wir Frauen aus Kurdistan und dem Mittleren Osten, die im Kampf für Demokratie große Opfer gebracht haben und noch immer bringen, begehen den diesjährigen 8. März mit großem Freiheitswillen“.

Die Feministische Linke bezog sich auf die emanzipatorische kurdische Bewegung: „Rojava bedeutet für uns Hoffnung. Hoffnung darauf, dass es tatsächlich möglich ist eine Gesellschaft aufzubauen, die eine Vielfalt an Menschen und Bedürfnissen einbezieht

Vor dem gelungenen Abschluss an der Johanneskirche, wurde kraftvoll angestimmt: „trash, trash, trash all the nation, we are a feminist generation, we mess up military bases, we destroy fascist places. Bombs and guns and evolution, we´re gonna start a revolution. We will found an insurrection, we walk a new direction.“ und abschließend mit den kurdischen Gruppen getanzt.

Danach zog es viele Teilnehmer*innen noch ins Linke Zentrum adelante, um bei leckerem Essen in der „Küche für alle“ den kämpferischen Tag ausklingen zu lassen. Das Bündnis zum Frauen*kampftag blickt motiviert auf die Demonstration zurück und freut sich schon auf den internationalen Frauen*kampftag 2019!



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