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ZUSAMMEN SIND WIR STARK!
Gemeinsam. Solidarisch. Kämpfen

Am 8. März ist Internationaler Frauen*kampftag. Schon seit über 100 Jahren streiken, streiten und kämpfen Frauen* für ihre Rechte und gegen jede Unterdrückung. Über die Welt breitet sich eine Bewegung von Frauen und Queers* aus, die sich aktiv gegen die herrschenden, patriarchalen Geschlechterverhältnisse wehren und Gesellschaft gemeinsam, solidarisch und bedürfnisorientiert gestalten wollen. So auch in der Bundesrepublik und in Freiburg. Weil Frauen* immernoch 22% in Deutschland, 14% in Freiburg geringer bezahlt werden als Männer. Weil wir immernoch dafür kämpfen müssen, selbst über unsere Körper entscheiden zu können und nicht zum Objekt gemacht zu werden. Weil wir zuviel unbezahlte Arbeit verrichten, die nicht als solche angesehen wird (Haushalt, Pflege, alltägliches Mitdenken)… 

Wir sehen ausreichend Gründe, warum es nicht bleiben kann wie es ist und sagen: Es reicht! Lasst uns am 8. März zusammen auf die Straße gehen!

Neben unseren vielen kollektiven und individuellen Anliegen, wollen wir am 8. März die Forderungen und Kämpfe verschiedenster politischen Bewegungen, die sich in den letzten Jahren in Freiburg für eine gesellschaftliche Wende eingesetzt haben, sichtbar machen. Diese Forderungen, die auch unsere sind, unterstützen wir:

  • Die Forderungen der Pflegekräfte in den Freiburger Krankenhäusern, für mehr Personal und ein Gesundheitswesen, das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert
  • Die Forderungen der Sozial- und Erziehungsdienste, nach Aufwertung der sozialen Berufe, höherer Entlohnung und Entlastung
  • Erhöhung der städtischen Finanzierung von Einrichtungen die sich explizit für Frauen*, Mädchen* und queere Personen einsetzen
  • Die Schaffung und Erhaltung von sozialem Wohnraum, damit auch Alleinerziehende, Geringverdienende, Familien und Erwerbslose im Freiburger Stadtgebiet leben können
  • Die Forderungen nach der Abschaffung der beiden Abtreibungsparagraphen §218 und des §219a, die Abtreibung kriminalisieren und den Zugang zu Informationen erschweren
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  • Die Forderungen der Schüler*innenstreiks „Fridays for Future“, für eine nachhaltige Umweltpolitik
  • Die Forderungen des Christopher-Street-Days Freiburg, nach Entstigmatisierung und für die Anerkennung von queeren Lebensrealitäten
  • Die Forderungen der Bewegungen gegen sexualisierte Gewalt, für eine umfassende Aufklärungs- und Präventionsarbeit, sowie die parteiliche Unterstützung Betroffener
  • Die Forderungen nach Entkriminalisierung der kurdischen Bewegung in Deutschland und Einstellung der Rüstungsexporte, sowie die Beendigung der ideelen und finanziellen Unterstützung der Türkei
  • Die Forderungen gegen eine Verschärfung der Sicherheitspolitik in Freiburg, die weder Sicherheit für Frauen* noch für jemand anderen schafft und wichtige städtische Gelder verpuffen lässt
  • Den Forderungen des Runden Tisch gegen Hartz IV, für die Anhebung der ALG II Sätze, Mietobergrenzen und Abschaffung der Sanktionsmaßnahmen
  • Die Forderungen nach Abschaffung von Lagerunterbringungen Geflüchteter in Freiburg, eigene Anhörungen von Frauen* im Asylverfahren, Anerkennung von Asyl aufgrund geschlechtlicher und sexualisierter Verfolgung und die Beendigung von Abschiebungen
  • Wir werden uns gegenseitig dabei unterstützen, dass wir alle am Frauen*kampftag teilnehmen können. Unsere Aktionen sind vielfältig! Redet mit euren Kolleg*innen, Freund*innen, Nachbar*innen, Müttern, Großmüttern, Tanten und Schwestern! Werdet gemeinsam aktiv! Sammelt Euch, lernt einander kennen, hört einander zu! Kommt zur Demonstration anlässlich des internationalen Frauen*kampftags am 8. März um 17 Uhr.

    Dies ist die Fortsetzung einer wachsenden Bewegung! 

    TOGETHER WE ARE STRONG!
    Fight. United. Solidarily.

    The 8th of March marks the International Women*‘s day. For more than a hundred years, women* have been going on strike and fighting for their rights and against every oppression. A strike movement made up of women* and queers has spread across the world, actively fighting patriarchal structures and seeking to shape society together, with solidarity and oriented towards people’s needs.
    In Freiburg we fight, too, because women are paid 22% less than men in Germany and 14% less in Freiburg. Because we still have to fight to be able to make decisions about our bodies autonomously, and not be objectified. Because we engage in too much labor that is not recognized as such (domestic work, care, mental management)…

    We, too, see why it can’t stay as it is: Enough is enough! Let us take to the streets on March 8th, together!

    Aside from our collective and individual concerns, we want to clearly state the demands and struggles of various political groups that have pushed for societal change in Freiburg in recent years. With our protest on the 8th of March we support their demands, which we share and which are as follows:

  • The demands, voiced by the care workers in Freiburg’s hospitals, for more staff and a healthcare system that is oriented towards people’s needs
  • The demands, voiced by social and educational services, for a valorization of social professions, higher pay and a relief from the strain of overwork
  • An increase of the cities’ financing of institutions that explicitly support women*, girls* and queer people
  • The creation and maintenance of social housing so that single parents, people with low income, families and people without an income can live in the city of Freiburg
  • The demand for the abolition of §218 and § 219a, which criminalize abortions and make access to information about them more difficult
  • The demands of the students’ strikes “Fridays for Future” for a sustainable environmental policy
  • The demands of the Christopher-Street-Day Freiburg for a right to and the de-stigmatization of the realities of life of queer people
  • The demands voiced by the movement against sexualized violence, for comprehensive educational and preventive work, and support for those affected
  • The demands for the decriminalization of the Kurdish movement in Germany and for a halt on arms exports, ideational and financial support for Turkey
  • The demands against the tightening of security policies in Freiburg that does not lead to more security for women* or anyone else, and is a waste of important municipal funds
  • The demands, voiced by the Runder Tisch against Hartz IV, for an increase of ALGII, fixed upper limits of rent and the abolition of sanctioning
  • The demands for a halt on accommodation in refugee camps, separate hearings of women* in asylum procedures, recognition of asylum because of persecution based on gender, gender expression and identity and sexual orientation and a halt on deportations
  • We will support each other to be able to participate in this global strike. Our activities and initiatives are diverse!
    Talk with your colleagues, friends, neighbors, mothers, grandmothers, aunts and sisters! Let us be active together! Join together, get to know each other and listen to each other!
    Come to the march on the international women*‘sday on the 8th of March, at 5 pm.

    Become part of the growing movement.