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Laute und starke Demonstration zum 8. März in Freiburg

Heute, am 8. März 2018, zog eine kämpferische Demonstration zum Frauen*kampftag mit 800 Teilnehmenden vom Platz der Alten Synagoge durch die Innenstadt bis zur Johanneskirche. Die Veranstaltung wurde komplett von FLTI* (Frauen, Lesben, Trans- und Inter-) Personen organisiert, doch waren auf der heutigen Demonstration alle Menschen eingeladen sich zu solidarisieren. Viel Unterstützung kam auch aus den teilnehmenden Gruppen (Feministische Linke, Kurdischer Frauenrat/ Nuda Mecl î sa Jinan a Freiburg‘ê, Anarchistische Gruppe, DIE LINKE, dielinke.SDS, ALFR (iL), Gender Referat der Studierendenvertretung).

Die friedliche Demonstration wurde von Außenstehenden meist unterstützt, auch wenn es in Einzelfällen zu Pöbeleien kam. Auf diese waren die Veranstalterinnen* jedoch vorbereitet und konnten schnell reagieren, sodass es zu keinen Eskalationen kam.

Obwohl seitens der Polizei zugesichert wurde, dass die Demonstration nicht gefilmt oder fotografiert wird, ist dies dennoch geschehen. Vermutlich hängt dies mit der großen Beteiligung kurdischer Gruppen zusammen, welche verstärkt Repressionen ausgesetzt sind. Luca Catier, Pressesprecherin* des Bündnisses, empörte sich: „Es ist ein Skandal, dass der kurdische Protest in diesem Ausmaß illegalisiert und verfolgt wird“.

Dennoch zeigte sich das Frauen*kampftags-Bündnis kämpferisch und eröffnete die Veranstaltung mit den thematischen Schwerpunkten: sexuelle Gewalt (#metoo), Pflegearbeit (Streik am Uniklinikum), Antifeminismus (Einzug der AfD in den Bundestag) und Bezügen zu aktuellen Rechtssprechungen (3. Geschlecht, Paragraph 218/19, Ehe für alle. Die Veranstalterinnen* bekräftigten bereits im Vorfeld der Demonstration: „Die Gesellschaft, die wir wollen, ist ohne feministische und antikapitalistische Kämpfe nicht zu haben.“ (http://8maerzfreiburg.blogsport.de/aufruf/). Genau diese Kämpfe und deren Strahlkraft wurden auf der heutigen Demonstration sichtbar.

Außerdem hielten die organisierenden Gruppen Reden mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Den Anfang machten dielinke.SDS und DIE LINKE, die sich mit dem Kampf der Pflegekräfte für bessere Arbeitsbedingungen solidarisierten und sich für die Aufwertung von pflegenden und sorgenden Tätigkeiten stark machten, „denn Care-Arbeit ist Grundstein für gesellschaftliches Zusammenleben“.

Die Antifaschistische Linke Freiburg, Teil der Interventionistischen Linken, legte besonderen Wert auf die Verknüpfung von Lebensrealitäten mit strukturellen Problemen: „Eine Befreiung der Frau im Kapitalismus kann es nicht geben, deshalb muss Feminist*in sein, heißen, Kapitalismus zu bekämpfen!“.

Zusätzlich zu den systematischen Strukturen stellte das Genderreferat noch einmal fest, dass Sexismus für alle Frauen* Realität ist: „Sexismus darf nicht normal sein! Wir müssen den Leuten auf die Füße treten, damit sich etwas ändert.“

Die Anarchistische Gruppe Freiburg wies in ihrem Redebeitrag auf den am 8.3. in Spanien stattfindenden feministischen Generalstreik hin und betonte: „Eine basisgewerkschaftliche und feministische Organisierung ist eine Chance für ein Leben in Würde zu kämpfen. Bestreikt das Patriarchat!“

Dass Frauen*befreiung nur internationalistisch gedacht werden kann, bekräftigte der kurdische Frauenrat: „Wir Frauen aus Kurdistan und dem Mittleren Osten, die im Kampf für Demokratie große Opfer gebracht haben und noch immer bringen, begehen den diesjährigen 8. März mit großem Freiheitswillen“.

Die Feministische Linke bezog sich auf die emanzipatorische kurdische Bewegung: „Rojava bedeutet für uns Hoffnung. Hoffnung darauf, dass es tatsächlich möglich ist eine Gesellschaft aufzubauen, die eine Vielfalt an Menschen und Bedürfnissen einbezieht

Vor dem gelungenen Abschluss an der Johanneskirche, wurde kraftvoll angestimmt: „trash, trash, trash all the nation, we are a feminist generation, we mess up military bases, we destroy fascist places. Bombs and guns and evolution, we´re gonna start a revolution. We will found an insurrection, we walk a new direction.“ und abschließend mit den kurdischen Gruppen getanzt.

Danach zog es viele Teilnehmer*innen noch ins Linke Zentrum adelante, um bei leckerem Essen in der „Küche für alle“ den kämpferischen Tag ausklingen zu lassen. Das Bündnis zum Frauen*kampftag blickt motiviert auf die Demonstration zurück und freut sich schon auf den internationalen Frauen*kampftag 2019!

Der 8. März 2018 kann kommen!

Los geht’s mit der Mobilisierung für den Frauen*kampftag in Freiburg!
Wie jedes Jahr organisieren wir in einem Bündnis verschiedener Organisationen, sowohl die Demonstration, als auch Veranstaltungen um den 8. März herum. Momentan geht es in die heiße Phase. Wenn ihr euch noch einbringen wollt, dann schreibt uns gerne eine Mail.

Ansonsten checkt doch schonmal unseren Aufruf und das neue Layout für 2018.
Verbreitet ihn, ladet eure Freund*innen ein, plant selbst Aktionen.

Wenn ihr oder eure Organisation den Aufruf unterstützen möchtet,
dann meldet euch ebenfalls per Mail an: feministische-linke@riseup.net

Erfolgreiche Demonstration zum internationalen Frauen*kampftag in Freiburg

Am 8. März gehen Frauen* seit über 106 Jahren auf die Straßen und wir führen seit drei Jahren in Folge die Kämpfe auch in Freiburg. Aufgerufen
haben in diesem Jahr 20 Freiburger Initiativen, organisiert wurde die Demonstration von einem Bündnis dass sich aus verschiedenen Frauen* zusammengesetzt hat.

2017 versammelten sich trotz anhaltendem Regen ca. 700 Menschen auf dem Rathausplatz, um gemeinsam und lautstark durch die Straßen zu ziehen. Die Teilnehmenden waren ausgestattet mit vielfältigen Transparenten, kreativen Schildern und einer großen Portion Geduld. Denn trotz einiger technischen Probleme ließen sie sich den Enthusiasmus nicht nehmen. Es wurde sehr deutlich wie wichtig der internationale Frauen*kampftag auch heute noch ist, denn der Einsatz für eine konsequente feministische Perspektive und ein gemeinsamer solidarischer Kampf sind und bleiben in dieser Gesellschaft aktuell.
Konnten im ersten Jahr bereits 250 Menschen mobilisiert werden, sind es in diesem dritten Jahr bereits dreimal so viele. Trotz der erhöhten Polizeipräsenz blieb die Stimmung zu jeder Zeit respektvoll, kämpferisch, und solidarisch.

Seit einigen Wochen liefen die Vorbereitungen für diese Demonstration. So konnten alle, die Lust hatten, während einer feministischen Bastelkneipe im Linken Zentrum ¡adelante! Schilder und Transparente malen oder sich während dem feministischen Kaffeklatsch im Feministischen Zentrum (FZ*) Demoparolen zusammengetragen. Dadurch gab es eine Vielzahl an verschiedenen Parolen und Gesängen auf der Demonstration. Besonders unter dem Martinstor Schall der Kanon „Heyo leistet Widerstand, gegen den Sexismus hier im Land, auf die Barrikaden auf die Barrikaden“ durch die Luft. Im Laufe der Demonstration wurden ganz im Sinne der internationalen Solidarität, Parolen in den Sprachen deutsch, englisch, kurdisch und türkisch gerufen.

An drei Kundgebungsorten: Rathausplatz, Bertoldsbrunnen und Augustinerplatz, wurden Redebeiträge von den kurdischen Frauen, dem Genderreferat, der Partei Die LINKE, der Feministischen Linken Freiburg und der Antifaschistischen Linken [IL] gehalten. Allen war es ein großes Anliegen zu betonen wie wichtig es ist, dass wir uns zusammenschließen und gegen den zunehmenden Antifeminismus verteidigen.

Abgerundet wurde die Demonstration durch Tänze auf dem Augustinerplatz und einer Vokü im Linken Zentrum ¡adelante!. Begleitet wird die Demonstration ausserdem durch ein rundes Programm an verschiedensten Veranstaltungen zahlreicher Freiburger Initiativen – die bis Ende März laufen. Informationen hierzu findet ihr auf www.8maerzfr.tk.

„Ich bin nicht frei, solange noch eine einzige Frau* unfrei ist, auch wenn sie ganz andere Fesseln trägt als ich“. Diese Worte Audrey Lords, lassen uns daran erinnern, nicht nur am 8. März auf die Straße zu gehen, sondern gegen die bestehenden Verhältnisse tagtäglich solidarischen Widerstand zu leisten.

Für einen antirassistischen und antikapitalistischen Feminismus!

MINZ&KUNST PHOTOGRAPHY
MINZ&KUNST PHOTOGRAPHY
MINZ&KUNST PHOTOGRAPHY
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MINZ&KUNST PHOTOGRAPHY
MINZ&KUNST PHOTOGRAPHY
Fotos by MINZ&KUNST PHOTOGRAPHY

Noch eine Woche bis zum internationalen Frauen*kampftag

Die Vorbereitungen für den diesjährigen 8. März laufen auf Hochtouren. Es wird fleißig geflyert, plakatiert, gebastelt und pleniert um auch in diesem Jahr wieder eine schicke, kraftvolle Demonstration zu haben. Die Veranstaltungsreihe mit verschiedensten Themen und Organisationen läuft seit Mitte Februar und auch im März erwartet euch noch das ein oder andere. Sagt also euren Freund*innen, Kolleg*innen, Nachbar*innen usw. usf. Bescheid und begeht mit uns gemeinsam diesen historischen Tag.

Los geht’s für den 8. März in Freiburg!

Unser Feminismus bleibt …
… antirassistisch, antikapitalistisch, international und vor allem solidarisch!

Deshalb gehen wir auch in diesem Jahr am 8. März – dem internationalen Frauen*kampftag wieder auf die Straße. In langer Tradition und mit vielen feministischen, antirassistischen und antikapitalistischen Bewegungen weltweit, wollen wir die Gleichberechtigung der Geschlechter und neue gesellschaftliche Konzepte erstreiten. Denn es zeigt sich immer noch deutlich, wie notwendig eine konsequente feministische Perspektive und ein gemeinsamer solidarischer Kampf sind und bleiben.

Unter dem Menüpunkt Aufruf findet ihr Übersetzungen des Aufrufes in verschiedenen Sprachen – die auch regelmäßig ergänzt werden. Fühlt euch eingeladen diese gerne unter Freund*innen, Bekannten, in der Familie, am Arbeitsplatz oder in Sozialen Netzwerken zu verbreiten.

Wir laden euch außerdem herzlich ein die eine oder andere Veranstaltung aus dem vielseitigen Angebot zu besuchen. Diese findet ihr unter Termine. Der Eintritt ist kostenfrei. Wer aber trotzdem etwas beisteuern möchte, darf natürlich gerne etwas spenden.

Habt ihr Lust uns zu unterstützen und Flyer oder Plakate zu verteilen? Dann schreibt uns einfach eine E-Mail.

Und nicht zuletzt freuen wir uns euch auf der Straße zu sehen!